Demenzprävention durch Hörgeräte?

Der Anteil der über 60-Jährigen an der Weltbevölkerung wird sich bis 2050 verdoppeln. Durch die Überalterung steigt auch die Anzahl an Demenzkranken. Laut WHO gibt es weltweit derzeit 36 Millionen Demenzkranke. Bis 2050 wird sich die Zahl verdreifachen.
In den letzten Jahren wurden zahlreiche Studien durchgeführt,die den Zusammenhang zwischen Hörverlust und Demenz bei älteren Menschen untersuchten. Auch wenn der Zusammenhang zwischen Hörverlust und Kognition nicht genau bekannt ist, konnte in Studien gezeigt werden, dass Menschen mit einem höhergradigen Hörverlust ein in etwa gleich hohes relatives Risiko haben, eine Demenz zu entwickeln wie Menschen mit erhöhtem Blutdruck oder Zuckerkrankheit. Die Effizienz von Gedächtnis und Merkfähigkeitstrainings wird kontroversiell diskutiert. Deren Wirksamkeit konnte aber in neueren Studien bestätigt werden.
Die Überprüfung des Hörvermögens und der zeitgerechte Ausgleich eines audiologischen Defizits mit Hörhilfen kann somit die negativen Folgen eines rascheren geistigen Abbaus zumindest verzögern, wenn auch nicht verhindern.
Zielgruppe:
Fachpersonal

Datum:
Donnerstag, 12. März 2015
19:15 Uhr

Ort:
Klinikum Standort Wels,
Ärztebibliothek

Anmeldung:
keine Anmeldung erforderlich

Kosten:
5 €
Klinikum-Mitarbeiter: frei

Thomas Keinztel
Prim. Dr. Thomas Keintzel
Vorstand der Abteilung für Hals-, Nasen- und Ohrenkrankheiten am Klinikum Wels-Grieskirchen

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akademie wels