Palliative Geriatrie

Umsorgung von alten, gebrechlichen, kognitiv beeinträchtigten Menschen am Lebensende

 

Die Geriatrie wirkt im Spannungsfeld zwischen der Todesnähe und dem Sichern einer Lebensqualität, zwischen Förderung der Selbständigkeit und Autonomie und der Gewährleistung von Schutz, Hilfe und Betreuung für eine am schnellsten anwachsende Bevölkerungsgruppe.

Der Anspruch einer ganzheitlichen Sichtweise, das zunehmende Alter mit der Wahrscheinlichkeit der Multimorbidität und ihren Folgen, verlangt ein großes Maß an Empathie, hoher fachlicher, geriatrischer, palliativ-medizinischer und vor allem ethischer Kompetenz. In der Geriatrie ist die Betreuungsqualität an der Grenze zwischen „Was kann getan werden?“ und „Was soll getan werden?“ angesiedelt. Der geriatrische Patient wird zunehmend zum geriatrischen Palliativpatienten mit besonderen Syndromen wie z. B. Frailty.

Wenn die Geriatrie mehr sein soll als nur Innere Medizin für alte Menschen, so müssen für sie auch andere Dimensionen in Betracht gezogen werden, z.B. die Palliative Care, denn diese ermöglicht einen positiven Zugang zum chronisch multimorbiden, oft kognitiv beeinträchtigten, pflege- und betreuungsabhängigen, sterbenden alten Menschen – so wirkt sie einer entwürdigenden Behandlung der alten Menschen, vor allem wenn sie in Institutionen leben und sterben müssen.

Datum:
11.6.2015/ 19:15h

Ort:
Ärztebibliothek, Klinikum STandort Wels

Kosten:
5€

 

Frühwald Thomas
Univ. Prof. Dr. Thomas Frühwald
Abteilung für Akutgeriatrie am Krankenhaus
Wien-Hietzing

 

 

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akademie wels