Gaming, Surfen, Social Media: Nicht-substanzgebundene Suchtformen und Lebensalltag

Vortrag
Prim. Dr. Roland Mader
05. November 2019

 

Das Internet bietet dem Menschen gegenwärtig eine Vielzahl an Möglichkeiten, das Grundbedürfnis nach sozialen Kontakten, Kommunikation, Spiel und Unterhaltung zu befriedigen. Bei einer problematischen Entwicklung hin zu einer Computer- oder Internetsucht rückt diese virtuelle Lebenswelt, welche am Anfang einer von vielen persönlich wichtigen Lebensbereichen (Familie, Arbeit/Ausbildung, Hobbys, Freunde etc.) war, immer mehr in das Zentrum der Aufmerksamkeit und verdrängt zunehmend alle anderen Lebensbereiche. Positive Erlebnisse und Gefühle werden nur mehr online erlebt. Der Ausstieg aus der virtuellen Welt des Computers und des Internets, um wieder in die reale Welt einzutauchen, wird immer unattraktiver, bis nur noch das Internet für Betroffenen reizvoll ist, und man von einer Computersucht oder Internetsucht spricht.

Ein problematischer Internetgebrauch kann auf der einen Seite aus einer Lebenskrise heraus entstehen (Arbeitsplatzverlust, Scheidung etc.) oder ein Ventil oder Ausgleich für eine psychische Problematik sein (Depression, Angst-/Panikstörung, soziale Unsicherheit etc.). Auf der anderen Seite kann das internetsüchtige Verhalten wiederum zu Schwierigkeiten im sozialen, beruflichen/schulischen Umfeld führen. Die Entwicklung, die den Internetgebrauch zum zentralen Lebensinhalt werden lässt, stellt für die Betroffenen und Angehörigen einen Leidensdruck dar, den sie oftmals ohne professionelle Unterstützung nicht bewältigen können.

Prim. Dr. Roland Mader:
Vorstand der Abteilung III, Koordinator des Schwerpunktbereichs Alkohol- und Medikamentenabhängigkeit, Anton-Proksch-Institut, Wien

Termin:
05.11.2019
16.15 Uhr

Ort:
Klinikum Standort Wels
Vortragssaal

Anmeldung:
bis 06.10.2019 erbeten,
per Mail an office@akademiewels.at

Kosten:
10 EUR*
*Klinikum-MitarbeiterInnen frei / Anmeldung über das Online-Kursbuch

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akademie wels

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