Kommunikation mit Notfallpatienten

Vortrag
Prof. Dr. Dr. Ernil Hansen
23. Jänner 2019

 

Ein medizinischer Notfall ist häufig begleitet von Dissoziation, einem typischen Trance-Phänomen, die zu einer nachfolgenden Belastungsstörung (PTSD) prädestiniert. Andererseits werden Unfallopfer mit schweren Verletzungen angetroffen, die durch Dissoziation schmerzfrei sind. Es muss also daran  liegen, diese Notfallreaktion („natürlichen Trance“), die mit einer fokussierten Aufmerksamkeit und einer stark erhöhten Wirksamkeit von Suggestionen einhergeht, durch Vermeidung und Neutralisierung negativer Erwartungen (Nocebo) und Suggestionen sicherer zu machen, und andererseits zum Nutzen des Patienten zu gestalten.

Noch ist die Rettungsmedizin vorrangig damit beschäftigt, durch Check-Listen, Simulationstraining und Telemedizin Kommunikationsfehler im Rettungsteam abzubauen, die den Patienten gefährden können. Doch Kommunikation betrifft ja nicht nur Prozessabläufe, sondern in diesem Fall auch das Objekt des Prozesses selbst, den Patienten. Hier kann Wissen aus der Hypnotherapie über Trance und Suggestionen sehr effektiv und hilfreich eingesetzt werden.

Therapeutische Kommunikation könnte eine wesentliche Unterstützung der medizinischen Behandlung von Notfallpatienten sein und helfen, Folgeschäden wie PTSD zu vermeiden

Termin:
23.01.2019
19.15 Uhr

Ort:
Klinikum Wels
Vortragssaal

Anmeldung:
bis 16.01.2019 erbeten,
per Mail an office@akademiewels.at

Kosten:
10 EUR
Klinikum-Mitarbeiter frei

 

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akademie wels

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